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Priorat

Vi de madre - Wein der Mutter

Rancio, (überreife Weine) ist eine alte Spezialität aus Katalonien – auch „vi de madre“ – also „Wein der Mutter“ genannt. Diese Weine gehen auf eine alte Tradition zurück, die fast in Vergessenheit zu geraten drohte. Der relativ hohe Alkoholgehalt wird auf natürliche Weise durch Verdunstung der wässrigen Anteile erreicht. Der Wein ist naturbelassen, also auch ungefiltert und weist eine Trübung auf, so dass sich ein gutes Depot ansammelt, wie es sich auch bei guten, alten Portweinen gehört.

Der Name "Priorato" kommt vom Prior des Karthäuserklosters "Scala Deí" (Himmelsleiter), der den Weinbau im 17. Jahrhundert in dieser wildromantischen Gegend einführte. Im Schutze der Montsant-Berge werden überwiegend alte Reben der Sorten Garnacha und Cariñena, sowie kleine Flächen Cabernet-Sauvignon kultiviert. Bis auf 750 Meter Höhe sind die Weingärten auf winzigen Parzellen an den recht steilen Berghängen oder Terrassen angelegt. Vorherrschend ist dunkler Schiefer, der berühmte "licorellas". Die aussergewöhnlichen klimatischen Gegebenheiten und Bodenverhältnisse dieser Region tragen entscheidend zum unverkennbaren Eigencharakter bei, allerdings auch zu sehr geringen Erträgen von durchschnittlich nur 1 kg pro Rebe. Aufgrund der schwierigen Arbeitsbedingungen sind von den 1.900 ha der D.O. nur 1.600 ha mit Reben bepflanzt.

Das Priorat ist Kataloniens älteste weinbaubetreibende Region. Im Mittelalter zählte die Region zu den bedeutendsten Weinbaugebieten Spaniens. Danach war es lange Zeit still, bis ab 1989 ein deutlicher Aufstieg begann, vor allem durch die Weine L’Ermita, Clos Erasmus und Finca Dofi, die auf dem internationalen Markt bekannt wurden. Im Jahr 2001 wurde das Priorat zur höchsten spanischen Qualitätsstufe DOCa (Denominación de Origen Calificada) erhoben. Zurzeit sind die Anbaugebiete Priorat und Rioja die beiden einzigen, die diese höchste Herkunftsbezeichnung tragen dürfen.

Die tiefdunklen kirschroten und konzentrierten Rotweine sind sehr alkoholstark (13,75 bis 15 %). Sie benötigen oft mehrere Jahre Flaschenreifung und sind bis zu 25 Jahre alterungsfähig. Rotweine werden zu 90 % kultiviert und zählen aufgrund des besonderen Terroirs und des extrem niedrigen Hektar-Ertrages (nur 5 bis 6 hl/ha) zu den berühmtesten und besten Spaniens. Noten reifer Früchte und des Schieferbodens sind erkennbar. Zugelassene rote Rebsorten: Cariñena, Garnacha Tinta (empfohlene Sorte), Garnacha Peluda, Mazuelo (empfohlene Sorte), Merlot, Picapoll negre, Pinot Noir, Syrah und Ull de Llebre. Ull de Llebre ist ein anderer Name für die in Spanien dominierende und staatlich favorisierte Rebsorte Tempranillo. Die Rebsorten Carinena und Mazuelo sind identisch. Mazuelo ist lediglich die in der Region Rioja übliche Bezeichnung für die Rebsorte Carinena (es gibt auch ein gleichnamiges Weinbaugebiet mit namensgebender Stadt

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